Temperierung als Schlüssel zur optimalen Schnittqualität
24. April 2026
In den vergangenen Monaten haben wir bei SOMATEC zahlreiche Versuchsreihen durchgeführt und dabei Erkenntnisse gewonnen, die unsere Sichtweise auf den Schneidprozess nachhaltig verändert haben.
Warum das Material allein nicht reicht
Selbstverständlich beginnt jede Betrachtung der Schnittqualität beim Material. Foliendicke, Zusammensetzung und mechanische Eigenschaften bestimmen, wie sich ein Werkstoff unter der Klinge verhält.In der Praxis begegnet uns jedoch immer wieder, dass zwei identische Materialien, geschnitten mit derselben Klinge auf derselben Maschine, unterschiedliche Ergebnisse liefern. Es treten Ausfransungen, Anschmelzungen und unsaubere Kanten auf, obwohl sich an Material und Werkzeug nichts geändert hat. Die entscheidende Variable, die wir dabei identifiziert haben, ist die Temperaturführung. Bereits geringe Abweichungen in der Temperatureinstellung können das Schnittergebnis signifikant verändern. Um diesen Zusammenhang greifbar zu machen, haben wir ihn in unserem hauseigenen Labor systematisch untersucht.

Beheizt vs. unbeheizt, beschichtet vs. unbeschichtet
Um den Einfluss der Temperierung systematisch zu untersuchen, haben wir in unserem Labor verschiedene Konfigurationen verglichen: beheizte und nicht beheizte Klingenhalter, jeweils mit unbeschichteten Klingen, TiN-Beschichtung und CER-Beschichtung.Die Ergebnisse unter dem Mikroskop sind eindeutig. Bei den beheizten Klingenhaltern zeigt sich über alle Beschichtungsvarianten hinweg ein saubereres Schnittbild mit glatteren Kanten und weniger Unregelmäßigkeiten. Besonders auffällig ist der Unterschied bei unbeschichteten Klingen, die ohne Temperierung zu deutlichen Ausfransungen führen, mit Temperierung jedoch erheblich bessere Ergebnisse liefern.
Die Kombination aus Temperierung und Beschichtung potenziert den Effekt zusätzlich. TiN- und CER-beschichtete Klingen erreichen in Verbindung mit einem beheizten Klingenhalter das beste Gesamtergebnis. Die Kanten sind unter dem Mikroskop nahezu frei von Störungen.

Schnittverfahren im Vergleich
Neben der Temperierung spielt auch das Schnittverfahren selbst eine entscheidende Rolle. Der Scherenschnitt erzielt zwar eine Trennung, zeigt unter dem Mikroskop jedoch deutliche Verformungen und Materialaufwürfe. Noch ungleichmäßiger fällt der Quetschschnitt aus, bei dem das Material gegen eine Gegenwalze gepresst wird, bis es reißt. Die Folge sind grobe Kantenstrukturen und eine hohe Staubentwicklung.Der Klingenschnitt mit temperiertem ENGEL Klingenhalter liefert ein grundlegend anderes Ergebnis. Die Klinge trennt das Material kontrolliert und mit minimaler mechanischer Belastung. In Kombination mit der richtigen Temperatureinstellung entsteht ein Schnittbild, das den beiden anderen Verfahren deutlich überlegen ist.
In unserem Labor können wir den Schnitt im Detail analysieren und gemeinsam mit unseren Kunden die passenden Parameter erarbeiten, von der Klingenbeschichtung über die Temperatureinstellung bis zur Abstimmung auf eine bestimmte Folienrezeptur.
Schnittqualität ist kein Zufall. SOMATEC macht sie messbar.
Die Qualität eines Schnitts entsteht nicht durch einen einzelnen Parameter. Sie ist das Zusammenspiel aus Materialkenntnis, dem richtigen Schneidverfahren und einer präzisen Temperaturkontrolle. Wer diese drei Faktoren versteht und aufeinander abstimmt, erzielt Ergebnisse, die sich sehen lassen können, auch unter dem Mikroskop.Wenn Sie Ihre Schnittqualität auf das nächste Level heben möchten, sprechen Sie uns an. Gemeinsam finden wir die optimale Lösung für Ihr Material und Ihre Anwendung. Sprechen Sie uns einfach an!